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Denkschule des Stoizismus

Heureka! - Wie antikes Denken, zur unverzichtbaren Sozialkompetenz wird

In der Antike gibt es wohl kaum einen Lebenslauf, der so unwahrscheinlich war wie der von Epiktet. Als Sklave hatte er in Rom keine Rechte und wurde von seinem Herrn so arg zugerichtet, dass er durch die Straßen Roms nur noch mit einem Gehstock hinken konnte. Keine besonders vielversprechenden Voraussetzungen, und doch schaffte es Epiktet zu einem der einflussreichsten Philosophen der stoischen Schule zu werden. Seine Vorlesungen waren legendär und seine Schriften stehen bis heute in den Regalen unserer Buchhandlungen. Doch was hat dieser mittellose Sklave zu sagen, dass ihn heute noch berühmt macht?

Tu nur das, was in deiner Macht steht

Epiktet war der Erste, der die Dichotomie der Kontrolle in Worte fasste. Hört sich kompliziert an, ist aber ganz einfach: Ihm zufolge sollten wir zwischen den Dingen unterscheiden, die in unserer Macht stehen und den Dingen, die wir nicht in der Hand haben. Und das sind potenziell einige. Sei es das Wetter, der Stau auf der Autobahn, die Verspätung des Flugzeugs oder eben das hinkende Bein, unter dem Epiktet litt – auf all das hat man wenig bis gar keinen Einfluss. Und trotzdem lassen sich die meisten Menschen von solchen Dingen verrückt machen und regen sich für nichts und wieder nichts auf.

Epiktet zufolge ist das die reinste Energieverschwendung. Ob wir schimpfen oder nicht – es wird schließlich nichts an der Situation ändern. Das Einzige, worüber wir aber immer Kontrolle haben, ist unsere eigene Sicht auf die Dinge. An seinem Sklavendasein oder seinem hinkenden Bein konnte Epiktet nichts ändern, also nahm er es mit Gleichmut an und machte das Beste daraus. Und so gilt er heute als derjenige in der Geschichte, der es trotz seines Sklavenstatus und Hinkebeins zum Starphilosophen brachte. 

Die Denkschule des Stoizismus wimmelt übrigens nur so von interessanten Persönlichkeiten und klugen Einsichten.

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